Winter | 14.01.2026

Urlaub im Harz: Winterwandern auf Torfhaus – Wanderwege zum Brocken und zurück

Wenn der Harz unter der weißen Schneedecke verschwindet, wird’s auf Torfhaus richtig besonders. Trotz Winterruhe gibt’s hier jede Menge zu erleben und Winterwandern steht ganz oben auf der Liste. Klare Luft, knirschender Schnee, das Torfhausmoor und mit etwas Glück freie Sicht bis zum Brocken. Das Beste: Viele Wanderwege sind auch im Winter ausgewiesen, gut erreichbar und auch machbar – natürlich mit dem passenden Setup.

Warum Winterwandern überhaupt?

Weil’s den Kopf frei pustet, warm macht (trotz Frost) und einfach nach echtem Abenteuer fühlt. Torfhaus liegt schon auf rund 800 Metern und hat damit eine ziemlich gute Schneewahrscheinlichkeit. Dazu kommen schöne Routen, viel Natur und das Nationalpark-Feeling inklusive.

Regeln zum Winterwandern im Harz – Gut geplant ist halb gewandert

Damit’s angenehm bleibt, lohnt ein bisschen Vorbereitung. Kein Drama – eher so eine Absicherung, bevor’s losgeht.

1. Route checken und Wetter sowie Licht im Blick


Im Winter lieber markierte, bekannte Wege nehmen und vorher kurz schauen, was offen ist. Sehr hilfreich: „Schneenews“, dort finden sich ausgewiesene Winterwanderwege und aktuelle Bedingungen aus verlässlichen Quellen.

Achtung auf Höhenmeter: Kälte + Wind können fix anstrengend werden und vereiste Abschnitte sind im Harz durchaus Thema (Brockenwege lassen grüßen). Vorher kurz Wetterbericht, Schneehöhen und eventuelle Sperrungen checken.

2. Schuhe, Schuhe, Schuhe und Zwiebelschicht-Technik

Sohlen mit gutem Profil oder gleich Grödel/Spikes mitnehmen – macht bei Eis und Schnee einen riesigen Unterschied. Wasserdichte Schuhe lohnen sich wirklich. Bei tieferem Schnee helfen Gamaschen.

Kleidung: Nicht zu warm starten! Beim Gehen wird’s schnell angenehm. Funktionsshirt (trockener Rücken!), Mütze, Handschuhe, Schal – alles Gold wert.

3. Kleine Ausrüstung, große Wirkung

  • 
Handy, Karte/Navi + Offline-Option

  • Powerbank (Kälte zieht Akku)


  • Thermoskanne/Wasser + Snacks

  • Sonnenschutz! Schnee reflektiert richtig gut

  • 
Stirnlampe (immer gut)


4. Sicherheit für dich, Hund und Kind

Glänzt’s, ist’s oft glatt. Auf Holz, Brücken und Steinen hält sich Eis länger. Gefährlich können Bachquerungen, Rinnen und auch die Brockenplatten werden.

Für Hunde gilt: Pfoten schützen, lieber kleinere Etappen planen und Wasser mitnehmen. Schnee ersetzt’s nicht.

5. Natur respektieren und Nationalparkregeln beachten

Im Winter gilt: bitte nicht querfeldein im Tiefschnee – Wildtiere brauchen Ruhe. Gesperrte Wege haben ihren Grund und sollten unbedingt ernst genommen werden. Und ganz wichtig: die Regeln des Nationalparks Harz einhalten.

So kann’s losgehen!

Tipp 1: Von Torfhaus zum Brocken wandern – der Goetheweg im Winter

➤ ACHTUNG, wie immer gilt: Vorab checken, ob der Weg im Winter ausgewiesen ist und keine Gefahr besteht!


Schwierigkeit: mittel bis schwer (je nach Witterung)

Strecke: ca. 8,8 km

Dauer: ca. 2,5-3 Std

Startpunkt: Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus
Von dort dem Goetheweg parallel zur B4 folgen. Nach den letzten Häusern von Torfhaus gelangt man zum Großen Torfhausmoor, das über einen Bohlensteg durchquert wird. Weiter führt der Weg durch das Moorgebiet und entlang des Abbegraben, einem historischen Wasserlauf der Oberharzer Wasserwirtschaft, Richtung Brocken.

➤ Fun Fact: der Goetheweg  ist Teil des Harzer-Hexen-Stiegs und Goethe selbst hat 16,3 Kilometer mitten im Winter an einem Tag erwandert. Ob mit Grödeln oder nicht. Heute schafft man’s aber auch, solange das Wetter mitspielt.

Tipp 2: Wanderweg vom Ehrenfriedhof über den Kaiserweg nach Oderbrück im Harz


➤ ACHTUNG, wie immer gilt: Vorab checken, ob der Weg im Winter ausgewiesen ist und keine Gefahr besteht!


Schwierigkeit: mittel 

Strecke: ca. 4 km
Dauer: ca. 1 Std.

Startpunkt: Parkplatz am Ehrenfriedhof. Von hier folgt ihr dem Winterwanderweg parallel zur Loipe in Richtung „Dreieckiger Pfahl“. Nach rund 1 km erreicht man eine Weggabelung. Dort rechts auf den Kaiserweg abbiegen und diesem etwa 1,5 km Richtung Oderbrück folgen.

➤ Gut zu wissen: Der Ehrenfriedhof selbst ist die höchstgelegene Kriegsgräberstätte Niedersachsens – eingebettet in die hochharzer Winterlandschaft hat die Route eine ganz eigene Stimmung.

Tipp 3: Rundwanderweg über das verschneite Torfhausmoor

➤ ACHTUNG, wie immer gilt: Vorab checken, ob der Weg im Winter ausgewiesen ist und keine Gefahr besteht!


Schwierigkeit: leicht 

Strecke: ca. 4,5 km
Dauer: ca. 1 Std.

Startpunkt: am Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus
, dann kurz auf den Goetheweg und zack seid ihr mitten im Moor. Über den Bohlensteg geht’s durch die offene Landschaft (achtet darauf, dass es nicht rutschig ist) – im Winter wirklich beeindruckend!

Weiter Richtung „Fehlschlag“ und zum „Luchsdenkmal“. Hier wird an die Rückkehr des Luchses in den Harz erinnert – zwischen 2000 und 2006 wurden direkt in der Nähe die ersten Tiere wieder ausgewildert. Schließlich geht es wieder zurück.

Die Runde ist familien- und hundefreundlich und ideal als kurzer Winter-Abstecher – vorausgesetzt, der Weg ist freigegeben.

Bleibt doch gleich bei uns im Torfhaus HARZRESORT: Ferienhäuser anschauen und danach im Blog weiterstöbern:

Harzgeschichten: Romantisches Wochenende im Harz – Valentinstag auf Torfhaus
Harzgeschichten: Urlaub am Brocken – von Torfhaus aus
Harzgeschichten: Aufblühen auf Torfhaus – Frühling im Harz? Frühbuchen lohnt sich!

Dir hat der Artikel gefallen? Teile ihn mit deinen Freunden.